Hochzeit von Jerikà-Aranji und Daval Yecanta Mondrivial

 

Von Yhoko (Jerikà):

Gegen Mitte des Tages herrscht reges Treiben vor dem Tempel der Mayeva, inmitten des märchenhaften Stadtviertels Sashtinva. Grün ist das Viertel, durchzogen von zahlreichen Bächen und kleinen Wasserfällen, durchzogen von Brücken und Arkaden, verziert mit Türmen und Erkern, Balustraden, Terassen und Balkonen. Palmen wiegen sich sanft im Wind, spenden Schatten für die kleinen Gärten. Wie Krähennester hängen die gemütlichen Häuser in der felsigen Wand oder erheben sich wie die Stufen eines irr gewordenen Baumeisters über das Ufer des Metchà bis hinauf knapp unter die Mauern der Oberstadt. Stets blickt man auf andere Dächer hinab und was die Terrasse des einen ist das Dach des anderen. Und wo zwei Klippen nah aneinander rücken, da spannen sich zahllose Brücken über die flache Schlucht, die gänzlich mit verwinkelten Häusern ausgefüllt ist, so daß man beim Blick über das Brückengeländer unter sich ein Gewirr aus Gassen und Dachflächen, Treppen und Gärten sieht.

Allerlei Künstlervolk lebt hier, Bildhauer, Maler, Tänzer und Musikanten haben das Viertel mit allerlei Tand und manchmal auch Kitsch verziert und verwandeln manch kleinen Platz des Abends in eine Tanzfläche. Besondere Eigenheit des Viertels sind ebenso die großen Statuen, die einem allerorten begegnen; meist sind sie in Häuserfronten als Säulen integriert und tragen so Gewölbe oder Hausecken. Oftmals stellen sie einen Gott da, besonders gerne werden Vanor, Sanikas, Mehdora, Arivara und Jhoulana gewählt, aber auch der eine oder andere Gracot stützt ein "besonders schweres" Haus. Diese Statuen verleihen dem Viertel zusätzlich ein ganz besonders Flair, hier lockern sie eine allzu dunkle Gasse mit dem freundlichen Gesicht der Mehdohra auf, dort blickt das grimmige Gesicht des Gracot über einem Hauseingang davor, hier spuckt ein gewaltiger Vanor-Schädel Wasser in einen Brunnen.

Der Mayevatempel liegt friedlich eingebettet in diesem malerischsten Stadtviertel Estichàs. Nicht protzig oder aufdringlich, mehr wie ein gastfreies Haus mit großen, hellen Bogenfenstern wirkt es, der leicht orangene Braunton der Fassade, der Naturstein der mit Blumenranken geschmückten Fenstersäulen und -simse sowie die großen, schweren Lehmziegel auf dem flachen Dach tun ihr übriges, um jeden schon beim Anblick in eine wohlige Stimmung der Gemütlichkeit zu versetzen. Links und rechts des Eingangs, der mehr wie der einer heimeligen Taverne als die eines Tempels wirkt, haben sich die in erdbraune Gewänder gekleideten Geweihten der Mayeva versammelt. Unten auf dem Platz stehen auch schon einige Personen herum und betrachten den Tempel, plaudern miteinander und schauen sich ab und an suchend um.

Plötzlich wird die Gruppe aufgewühlt und von fern sieht man zwei Chirà eng umschlungen zu dem Tempel hinschlendern. Es sind Jerikà und Daval, die sich hier und heute die ewige Treue schwören werden. Die beiden scheinen es nicht besonders eilig zu haben und man kann erkennen, wie sie dauernd anhalten und sich küssen und während dem Gehen miteinander plaudern. Als sie etwas näherkommen erkennt man Jerikà's weisses Kleid ohne Ärmel, das ihr bis zu den Füssen reicht, sowie ein leicht transparentes, rotes, breites Tuch, welches locker um ihre Hüfte gebunden ist. Der feine Stoff flattert wellenförmig durch den leichten Wind, welcher auch die Bäume langsam hin und herschiebt und einige Blätter über die Strasse trägt. Daval trägt eine weisse Uniform der Stadtwache, auf der stolz das Estichianer Wappen auf blauem Hintergrund eingenäht ist. Wie ein richtiger Soldat ist er gekleidet, sogar die blauen Rangabzeichen sind zu sehen! Hinter den beiden sieht man den jungen Tjalf, der eine etwa 30 Clat grosse, mit Blattgold verzierte Vase in den Händen trägt. Ab und zu leuchtet die Vase hell auf und funkelt, wenn sie das helle Himmelslicht reflektiert. Wie die meisten der Gäste schaut auch Haramis Kimbri, die heute ein dunkelrotes, langes Kleid trägt, dem Brautpaar lächelnd hinterher während die beiden auf den Tempel zuschlendern.

Jhiatara Jascara Chranijas ist ebenfalls zu diesem freudigen Ereignis erschienen. Die Vorsitzende des Hohen Rates und Mitglied des chiranischen Hochadels ist in ein elegantes, schwarzes Kleid gehüllt, eng anliegend bringt es verführerisch, aber doch würdevoll die weibliche Hüfte und die langen, schlanken Beine zur Geltung, leitet verheißungsvoll über die schlanke Taille hinauf, gibt jedoch keinen Blick auf das Dekolletee frei, sondern schließt in einem hohen Kragen. Die gesamte Brust jedoch über und über mit silbernen Stickereien bedeckt, kreisförmige Ornamente, versteckte Glyphen und glitzernde Steine enthaltend. Die Chirà mit dem pechschwarzen, samtenen Fell trägt ein Stirnband um das Haupt, silbern reicht teurer Schmuck auf die Stirn herab und drei exotische, türkisene Federn steigen aus dem Stirnschmuckstück hervor und spielen in vornehmer Zurückhaltung mit dem warmen Wind. Huldvoll begrüßt sie die Anwesenden, einige von ihnen kennt sie gut, andere hingegen treffen das erste Mal auf die Estichaner Clanführerin des Hauses Jascara.

Mittlerweilen sind auch die restlichen Gäste eingetroffen und warten gemeinsam vor dem grossen Gebäude auf die zwei verliebten, die nun gemächlich auf den Platz zusteuern. "Sichàra, schön das ihr alle gekommen seid!" ruft Jerikà und damit geht auch schon die grosse Begrüssungs-Zeremonie los: "Sichàra Rawir, schön dass du kommen konntest!" hört man hier, "Ah, Sichàra Tirisa, ich freu mich das du hier bist" hört man dort, "Sichàra Ilejha" von anderswo her. Auch Tirisa ist da und sie trägt ein dunkelblaues, langes und sehr elegantes Kleid und schaut verträumt zu dem Brautpaar und murmelt "Hoffentlich werde ich diesen Moment auch mal erleben." Dann lächelt sie Jerikà und Daval zu und klopft Rawir, der seufzend danebensteht, auf die Schulter.

Nachdem alle Gäste freundlich begrüsst wurden bittet Jerikà um Ruhe und gibt bekannt: "Liebe Gäste, ganz kurz was wir heute machen: Zuerst geniessen wir die Hochzeits-Zeremonie hier im Tempel der Mayeva, dessen Priester und Novizen gütigerweise keine Lohn für ihre Bemühungen fordern. Ich möchte die Anwesenden deshalb höflich bitten, dem Tempel eine Spende zukommen zu lassen, er wird es euch danken! Mein besonderer Dank übrigens geht an Rawir, mit dessen Hilfe ich diese Vase hergestellt habe...", Jerikà hält die vergoldete Vase hoch so dass sie alle sehen können, "...die wir hiermit dem Tempel übergeben möchten." Sie gibt die Vase einem der Priester und spricht ihm ihren besten Dank aus. "Danach, liebe Freunde, seid ihr herzlich eingeladen mit uns im langen Graben zu feiern, Speisen und Getränke stellen wir selbstverständlich zur Verfügung." Sie richtet kurz ihren Blick zu Daval hin "Ich wünsche dir Daval, und allen Anwesenden, dass dies ein unvergesslicher Tag wird!" daraufhin küssen sich die beiden im Applaus der Menge noch einemal herzhaft. Daraufhin begeben sich alle ins Innere des Tempels.

Jackielea, die sich heute besonders festlich gekleidet hat in einem smaragdgrünen Seidendress folgt mit den anderen Gästen dem Hochzeitspaar in den Tempel. Als sie im Inneren des Tempel angelangt sind schaut sie Pet verliebt an und flüstert ihm mit glänzenden Augen zu: "Ich freue mich schon darauf, wenn wir auch vor den Altar treten werden."
Ein anderer Mann, dem man ansehe kann, dass er sich in diesem Treiben, aus kostbaren Gewändern und eleganter Garderobe nicht ganz wohl fühlt, trägt selber odentliche, aber auffällig zu grosse Kleidung. Etwas unsicher grüsst er verlegen und lächelt dem Brautpaar zu. Er lässt die Menge in den Tempel strömen, dann übergibt er dem Priester einen kleine Korb mit Vonafera. Fartock orientiert sich in die letzten belegten Reihen des Tempel.
In ebenfalls etwas zu weit gewordener dunklen Kleidung, die säuberlich gereinigt, aber schon etwas abgetragen ist, hält sich Hel im Hintergrund. Lächelnd grüßt er die Besucher die ihm bekannt sind und begibt sich am Ende der Gästeschar in den Tempel. Einem Priester überreicht er ein kleines Päckchen mit seltenen Heilkräutern. "Habt vielen Dank", sagt ein junger, hoch aufgeschossener Priester, als er das Päckchen mit den Heilkräutern von Hel entgegennimmt. Tirisa läuft derweil langsam und etwas humpelnd hinter Hel her, in den Tempel hinein.

Alle Gäste werden von einer Geweihten, deren rundlich-gemütliche Figur und die zu einem lockeren Knoten gebundenen, braunen Haare etwas Mütterliches ausstrahlen, mit einem herzhaften Kuss empfangen - Chirà auf die Nasenspitze, Menschen und Unuim auf die Stirn und Sragon auf den langen Nasenrücken. Und jeden einzelnen lacht sie herzlich dabei an.
Gerne läßt sich Jhiatara den Kuß der Mayeva-Priesterin auf die Nase gefallen und überreicht dem neben ihr stehenden Priester einen anscheinend prall gefüllten Beutel. Jerikà wird von der Geweihten besonders eingehend begrüßt, voller Inbrunst drückt sie sie an ihr Herz und auch Daval kann sich nicht dagegen wehren, kräftig von der Priesterin gedrückt zu werden.
Während das Brautpaar noch geknuddelt wird, werden die Gäste freundlich von Priestern und Novizen am Arm genommen und in den Tempel geführt. Es ist ein verwinkelter, unübersichtlicher Bau mit Balustraden, hochrankendem wilden Wein und großen Fenstern und Türen, die zum Eintreten einladen. Eine schöne, helle Halle mit einer flachen Kuppel bildet das Herz des Tempels, im Obergeschoss rundherum eine Galerie verlaufend, von der recht chaotisch und verwinkelt zahlreiche Gänge und Türen abzweigen. Im Erdgeschoss fällt der Blick durch einen niedrigen Säulengang auf die tieferligenden Dächer des steil zum Meer hin abfallenden Viertels und den herrlich blauen Metchà, über den sich feierlich weiße Wolkenberge türmen.

Helle, weiße Tücher sind zwischen den Gängen und vor die Türe gehängt, der warme Wind streicht durch die Halle und überläßt den hauchfeinen Stoff Sanikas' phantasievollem Spiel. In der Mitte der Halle findet sich eine sorgsam errichtete und geschmückte Empore, auf der ein ebenfalls gut genährter Priester in einer vom dicken Bauch weit ausgewölbten Kutte und schütterem Haarkranz mit vom Wein geröteten Backen freudig die eintretenden Gäste betrachtet.
Die Priester führen sie in die Halle hinein, teilen sich dann jedoch nach links und rechts auf. Alania, Beor, Jackielea, Pet, Keldorn, Haramis und Fartock werden in einem Halbkreis nach links geführt; Jhiatara, Hel, Ilejha, Chesirahe, Rawir und Tirisa nach rechts. Jedem wird ein reich geschmückter Becher voll dunkelrotem, würzigem Tono-Evuvobeeren-Saft gereicht, fein angegoren und so leicht prickelnd. Die Gäste haben sich im lockeren, gleichmäßigen Kreis rund um die kleine Empore versammelt, hinter ihnen die mit Pflanzenranken bewachsenen Säulen der Halle und der Galerie. Nur dort, wo der Eingang des Tempels ist, haben die anwesenden Priester eine kleine Gasse gebildet und blicken mit strahlenden Gesichtern zum Eingang des Tempels.

Dort tritt nun die mütterliche Geweihte feierlichen Schrittes hinein, zeigt noch einmal ein strahlendes Lächeln auf ihrem rundlichen Gesicht und hebt dann an, mit voller, warmer Stimme ein Gebet fröhlich und laut zu singen. Die starken, wohlgesetzten Töne scheinen in der Brust eines jeden Anwesenden mitzuschwingen, so kraftvoll vermag sie ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen und ihr doch beachtlicher Resonanzkörper hilft ihr sicherlich dabei. So schreitet sie das Gebet singend rezitierend mit vor Freude blitzenden Augen, die Arme wie zu einer Umarmung ausgestreckt durch die Gasse der Priester auf die Empore zu, während hinter ihr und Arm in Arm das Brautpaar feierlich in den Tempel schreitet.

Gemächlich und eng aneinander gehen Jerikà und Daval den Gang zu dem Altar hin. Die beiden lächeln dabei immer wieder zu den Gästen und sich gegenseitig an. Jerikà fällt dabei auch die schönen Dekorationen an dem Tempel auf, weswegen sie manchmal wild umherschaut. Ein wenig aufgeregt warten die beiden dann vor dem Altar und schauen gespannt zu der Geweihten.
Schliesslich kommen auch noch Maria Villa Lobos und Mantispas ein wenig verspätet in den Tempel und suchen sich noch freie Plätze zwischen der Menge. Auch sie bekommen je einen Kelch des fruchtigen, leicht prickelnden Tono-Evuvobeeren-Saftes gereicht und es fällt sogleich auf, dass Maria viel Übung darin hat, Kind und Flasche oder Kelch gleichzeitig zu halten. Rawir versucht indess etwas näher an die Heiratenden heranzukommen, da er im Gegensatz zu den anderen Anwesenden recht klein ist. Irgendwann schafft er es, in die erste Reihe zu kommen und schaut der Szene interessiert zu.

Als dann gerade gespannte Stille die Versammlung erfüllt und die Geweihte feierlich das Wort erheben will, fängt Jhoulanita an zu quaken. Mantispas strahlt, auch wenn der Moment eigentlich reichlich unpassend ist. Dann streichelt er ihr über den Kopf und auch Mutter Maria gibt sich Mühe, das Kind wieder ruhig zu kriegen. Jerikà guckt sich kurz um, entdeckt die drei und lächelt ihnen erfreut zu. Dann dreht sie sich wieder zu Daval und wartet weiter ab. Auch Jackielea schaut sich um und lächelt verträumt, als sie in das zufrieden glucksende Gesichtchen der Kleinen sieht. Verstohlen drückt sie einmal ganz fest Pets Hand und wendet sich wieder dem Geschehen am Altar zu.

Die füllige, rotbackige Priesterin erhebt erneut ausbreitend die Arme, wobei die kleine Jhoulanita es sich nicht nehmen läßt, dem noch ein lautes Glucksen hinterherzuschicken - das kann ja nur Glück bringen! Die rundliche Geweihte gesellt sich ihrerseits mit einem Kelch bewaffnet neben das Podest, auf dem bereits ein Priester das Paar breit lächelnd mit herzlichen Umarmungen begrüßt.
"Jerikà Aranji Yecanta Mondrivial und Daval Mriantar Mondrivial. Ihr habt Euch entschlossen, hier im Tempel der Mayeva ein Zeichen Eurer Liebe zu setzen, ein Zeichen Eures Willens, beisammen zu bleiben, zu leben und auch neues Leben, das in Eurer Mitte wächst, im Schutze dieses Bundes aufwachsen zu lassen. So reicht Euch denn die Hände." Jerikà und Daval verschränken die Hände ineinander.
"Ihr sollt einander lieben und ehren." "So sei es", wiederholen die beiden wie mit einer Stimme. "So sei es!" wiederholen gemeinsam alle Anwesenden sowie die Priester. "Ihr sollt Fehler verzeihen und nie Achtung und Respekt voreinander verlieren." "So sei es", das Paar. "So sei es!" die Gästeschar. "Aus Eurer Gemeinschaft soll die Kraft erwachsen, neues Leben zu zeugen und ein starker, fester, niemals weichender Boden sein, auf dem Eure Kinder sicher stehen und wurzeln können." Jerikà und Daval: "So sei es!" Die Anwesenden: "So sei es!" "Mayeva möge Euch immer Glück und Sicherheit bescheren, das Lachen stets in Euer gemeinsames Haus tragen und ihre Hand schützend über Euch, Eure Liebe, Euren Bund und Eure Kinder halten!" "So sei es!", sprechen die nun Vermählten. "So sei es!" ertönt der Chor der Gäste und erheben auf ein Zeichen der rundbackigen Priesterin ihren Kelch und nehmen kräftige Schlucke, während sie selbst ein fröhliches, rhythmisches Freudenlied anstimmt.

Auch Jackielea singt, wie alle anderen auch, aus vollem Herzen mit und prostet dem Brautpaar lächelnd zu. Der Priester unterdessen schlingt ein seidenes Band um den Unterarm der Braut, über die ineinanderliegenden Hände und um den Arm Davals. Ein zweites schlingt er darüber in die andere Richtung. "Mayeva und ihre göttlichen Geschwister seien mit Euch", spricht der Geweihte und nickt dem Paar aufmunternd zu, während manche Priester in den Gesang der Dicken mit einstimmen und mit einigen der Gästen zwanglos anstoßen. Rawir stößt ebenfalls mit an und lächelt, doch immer schwingt ein bischen Wehmut mit. Als er jedoch Jerikà und Daval Glück und den Segen Jhoulanas und der anderen Götter wünscht, ist seine Wehmut wie weggewischt. Einmal blickt er auf Hel und überlegt, ob er mit ihm sprechen will, aber dann entscheidet er sich dagegen.

Unterdessen deponiert Maria Jhoulanita in Mantispas Armen und tritt zu Jerikà und Daval hin. "Herzlichen Glückwunsch, ihr beiden" strahlt sie die zwei an. "Vielen Dank werte Maria!" erwiedert Jerikà und meint dann lächelnd: "Und wie ich sehe klappt das mit eurem Nachwuchs ja auch schon prima" und schüttelt ihr kräftig die Hand. Daraufhin zaubert Maria ein kleines, eingepacktes Kästchen hervor. "Ich hatte die noch in der Kommandantur herumliegen, und dachte, ihr könntet sie brauchen", meint sie zu Daval. "Da ihr ja offensichtlich willens seid, Verantwortung anzunehmen, Fähnrich." Als Daval die Schachtel öffnet, findet er die Rangabzeichen eines Leutnants darin. "Paßt auf eure Frau auf, Leutnant Daval." grinst Maria. "Leutnant? Das ist ja wundervoll!" Jerikà ist begeistert und umarmt sogleich ihren liebsten und küsst ihn. "Oh ich freu mich so für dich!"

Pet, der während der Zeremonie seinen Arm um Jackielea gelegt hatte, löst sich nun von ihr und nähert sich dem frisch vermählten Paar. Zuerst umarmt er Jerikà und küsst sie auf beide Wangen. "Es stimmt mich froh zu wissen welch' Glück unter meinem Dach entstanden ist und ich möchte euch auch für euren weiteren gemeinsamen Weg alles Gute wünschen." Dann wendet er sich schmunzelnd an Daval und reicht ihm die Hand. "Und euch, Leutnant, möchte ich raten, gut auf Jerikà acht zu geben. Sonst kann es nämlich geschehen, dass ihr euch auf einer Expedition in die Westwildnis wiederfindet." Pet zwinkert Daval bei seinen letzten Worten schmunzelnd zu.
Dann greift er in einen Lederbeutel, den er die ganze Zeit locker über der Schulter getragen hat und zieht ein kleines, geschnitztes Model eines Kinderwagen heraus. Lächelnd überreicht er ihn Jerikà. "Seht dies als eine art Gutschein an. Wenn es einmal soweit sein sollte, dann könnt ihr ihn gegen einen Grossen eintauschen." "Ich danke euch Pet, vielen Dank!" Jerikà ist ganz gerührz und faltet die Hände. "Den werden wir wohl in etwa 5 Monaten bei euch abholen" kichert sie etwas leiser, so dass Pet es aber noch zu verstehen vermag. Dann gibt sie Daval, der bereits wieder anderswoher Glüchwünsche entgegennimmt, ein Küsschen auf die Wange und wendet sich Beor zu, der gerade auf die beiden zukommt.

"Meine herzlichsten Glückwünsche euch beiden. Möge Arivara ihre segensreiche Hand über eure Ehe halten und auch eurem Nachwuchs den rechten Weg leiten." gratuliert ihnen der junge Stadtverwalter und schüttelt beiden Chirà die Hände. Dann wirkt er etwas beschämt. "Äh... was mein Geschenk anbelangt. Ich habe - um ehrlich zu sein - kein grosses Geschick für Geschenke. Blumen finde ich etwas zu simpel für eine Hochzeit... Und ich dachte mir nicht, dass ich euch mit einem literarischen Geschenk eine grosse Freude gemacht hätte. Ich habe so ziemlich jeden gelöchert, der mir über den Weg gelaufen ist, was wohl das passende Geschenk für euch sein kann, aber ihr scheint mir ja ein ziemlich glückliches Paar mit gutem Lebensstandart zu sein, so daß ich absolut nicht wusste, was ich euch schenken sollte..."
Jerikà schmunzelt indess und hört interessiert zu. "Irgendeinen Schnickschnack finde ich recht unpassend... also: nehmt das als mein Geschenk und steckt es in die Ausbildung eures Nachwuchses, damit euer Kind zu einem mündigen und wissenden Bürger des rechten Glaubens wird!" Beor zeigt verschmitzt auf Jerikàs Bauch und fördert dann einen kleinen Geldbeutel mit 250 Db hervor. Lächelnd nimmt die werdende Mutter den Beutel entgegen und meint: "Ach Beor, ich bin froh dass es nicht irgendein Schnickschack wurde" und kichert. "Hab Dank, das ist eine Investition in die Zukunft, und vielleicht lohnt sich das für eure Stadt eines Tages, wer weiss" sie zwinkert ihm mit einem Auge zu und empfängt dann die nächsten Glückwünsche von Hel der sich die ganze Zeit im Hintergrund gehalten hatte.

Er geht geradewegs zu den beiden hin und reicht zuerst Jerikà, dann Daval die Hand. "Ich wünsche euch Glück und ein langes Leben miteinander, Gesundheit und Eintracht." Aus der Hosentasche zieht er eine kleine Glasflasche, die trotz des versiegelten Pfropfens, noch immer der Duft von Thurwiaessenz umgibt. Er reicht es Jerikà lächelnd. "Man sagt, dieser Duft vertreibt alles Unglück und ich hoffe, daß er das für euch beide tut." "Oh, das ist wundervoll!" meint Jerikà und riecht einmal kurz daran "Traumhaft..!" und dann nochmal, danach lächelt sie Hel zu "Aber der ist doch recht selten und schwer herzustellen... Ach, das wär doch nicht nötig gewesen" strahlt die Chirà und umarmt ihn freundschaftlich. "Hab vielen Dank Hel, zusammen mit Daval, und jetzt noch der Thurwiaessenz, da kann uns gar kein Unglück geschehen!" dann wendet sie sich lachend zu Daval und legt den Arm um ihn "Ich bin ja so glücklich!" und die beiden Küssen sich eine zeitlang leidenschaftlich.

Daraufhin tritt auch endlich Alania auf das glückliche Paar zu. "Herzlichen Glückwunsch euch beiden!" Sie schüttelt den beiden freudig die Hand. "Ihr seid ja solch ein süßes Paar! Und mögen die Götter mit euch und eurem kleinen Nachwuchs sein! Das mit dem Geschenk habe ich leider nicht mehr rechtzeitig hinbekommen, ich werde es euch ein anderes Mal geben müssen!" meint sie. "Danke dir, Alania! Und mach dir keine Sorgen, wir sehen uns ja fast jeden Tag in der Werkstatt, aber trotzdem danke!" meint Jerikà lächelnd und guckt kurz zu Daval, dann wieder zu Alania. "Hm, in ein paar Monaten wirst du die Werkstatt wohl alleine mit Tirisa schmeissen müssen" schmunzelt sie und klopft ihr auf die Schulter, bevor sie sich Haramis zuwendet die gerade von der Seite her an die beiden herantritt.

"Ich gratuliere Euch herzlichst." Lachend schüttelt sie den beiden die Hand. Dann reicht sie Jerikà ein kleines eingepacktes Geschenk. "Es ist nur ein rotes Tuch,aber es kommt vom Herzen." Zu Daval meint sie schmunzelnd."Das Geschenk für Euch ist leider auf dem Hof, ich werde es aber liefern lassen." erlkärt sie, und Daval wird neugierig. "Ihr macht mich aber neugierig Haramis. Verratet ihr mir was es ist?" "Nein mein Lieber,sonst wäre es keine Überraschung mehr." Schmunzelt Haramis.
"Dann werde ich mich wohl gedulden müssen." nickt Daval ihr zu und nimmt die Glückwünsche eines anderen Gastes entgegen. Jerikà macht sich indess ans Päckchen ran und zieht das Tuch heraus. "Oh danke!" Sogleich legt sie es sich um den Hals "Ich weiss das zu schätzen Haramis, habt vielen Dank!" Sie streicht sich das Tuch an der Wange und lächelt Haramis zu, dann putzt sie unauffällig einen Haarbüschel beiseite den sie an ihrem Arm entdeckt.

Dann tritt Jackielea zum Brautpaar und überreicht zwei kleine in grüne, Seidentücher eingeschlagenen, seidene Pakete. Darin befinden sich zwei gleiche Anhänger an einer goldenen Kette. "So wie alles zwei Seiten hat, seid auch Ihr verschieden und doch jetzt untrennbar miteinander verbunden. Möget Ihr Euch so ergänzen und stützen wie dies Symbol des Lebens." Lächelnd packen die beiden vorsichtig die Pakete aus und bestaunene die Ketten und die Anhänger. Jerikà probiert ihren sogleich an und strahlt "Die sind wunderschön, hab vielen, vielen Dank Jackielea!" Sie schaut zu Daval der mit einem weichen Nicken die wunderbare Wirkung des Anhängers auf ihr Äusseres bestätigt. Danach zieht auch er seine Kette an und Jerikà flüstert ihm leise etwas ins Ohr, woraufhin sich die beiden erneut Küssen.

Auch Mantispas, mit der kleinen, inzwischen eingenickten Jhoulanita auf dem Arm, kommt auf die beiden zu. "Nun, Ihr werdet mich vermutlich nicht gut kennen, ich war eine zeitlang verschollen. Aber Marias Freunde sind auch meine Freunde." So gut es ihm mit dem Baby im Arm eben möglich ist, umarmt er erst Jerikà und dann auch Daval. "Ich wünsche Euch beiden alles Gute und den Segen der Götter. Und natürlich, dass Ihr glücklich miteinander seid."
"Freut uns euch kennen zu lernen, Mantispas." begrüssen ihn die beiden freundlich "Ah, dann seid ihr also der Vater?" fragt Jerikà und streichelt der kleinen mit dem Handrücken über die Wange und guckt dabei etwas verträumt. "Süss die Kleine" dann blickt sie kichernd zu Daval und spricht leise "5 Monate..." Mantispas erwähnt dann noch: "Ach falls ihr mal ein Boot oder Schiff braucht, ich denke da hat die Werft noch welche übrig." Jerikà studiert kurz "Hm, die Yakanji Aranoa soll ein schönes Schiff sein" schmunzelt sie, beginnt dann fröhlich zu lachen "Achwas, ich war lange genug auf Wasser, jetzt bleib ich erstmal an Land.. aber wenn wir eins brauchen sollten werden wir auf euer Angebot zurückkommen, versprochen." Auch Daval stimmt in das Lachen mit ein und legt einen Arm um Jerikà. "Wenn du gehst komme ich aber mit." versichert er sich und küsst sie in den Nacken.

Zu guter Letzt erscheint Ilejha vor den beiden und gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch! Möge euer Bund ewig währen, und der Segen aller Götter stets über euch sein." Lächelnd schüttelt sie Daval die Hand, überreicht Jerikà einen kleinen Strauß zartrosaner Lilien und umarmt sie. "Es tut mir Leid, ich konnte das mit dem Geschenk nicht rechtzeitig regeln... Die Blumen sind nicht das, was ich euch eigentlich schenken wollte, aber das kommt bald nach, ich verspreche es." Jerikà winkt leicht ab "Ach schongut werte Ilejha" meint sie und schnuppert erstmal an den Blumen und lächelt dann verträumt. "Das muss aber schon etwas grosses sein wenn die Blumen hier noch nicht alles waren."

Nachdem sich Jerikà und Daval auch bei allen anderen herzlichst bedankt haben, für ihre Geschenke aber auch besonders für ihr Kommen, geben sie bekannt das alle Gäste nun zu einem Mahl im langen Graben eingeladen seien, wo Speis' und Trank bereitstehen und auf Kosten der frisch vermählten konsumiert werden dürfen. Nach dem Jubel der Menge begeben sich alle gemächlichen Schrittes Richtung Graben und verbringen dort den Rest des Abends. Gedeckt ist reichlich, jedem eine Portion der köstlichen, gebackenen Mayesh-Körnern mit Hähnchenfleisch und dieser wunderbaren Sauce die nur von Mendrik stammen können. Zu trinken gibt es Athanar und Wein. Nach reichlicher Feier und schon gegen Morgengrauen gehen dann auch die letzen Gäste wieder nach Hause, als das Fest eigentlich längst vorbei ist, und werden von Jerikà und Daval noch müde, aber freundlich verabschiedet. Die beiden wirken glücklich und Küssen sich noch eine Weile, bevor sie sich schliesslich auch auf den Weg nach Hause machen. Alles in allem war das wohl der schönste Tag im Leben der frisch verheirateten - oder war es doch eher die darauffolgende Hochzeitsnacht? ;-)

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