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Vielen Dank, daß ihr uns empfangt, Herr Ehrlich. Ihr seid der einzige, dem wir in dieser schlimmen Zeit noch trauen können.

Karl Unleserlich (zum Oberbösen)

 

Schiffscon 2001 - das Photoalbum

 


 Die Davenport-Kampagne 

 

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Rollenspiel - gestern...

Zuerst war D&D. Das war ungefähr 1985. Wir haben jede freie Minute genutzt, manchmal sogar in Schulpausen oder im Unterricht, und in fiesen Dungeons Goblins getötet. "Ihr kommt in einen 30x30 Ellen Raum. In der Mitte ist ein Tisch, da sitzen 4 Goblins und spielen Karten. Als ihr reinkommt, springen sie auf und ziehen ihre Kurzschwerter." Nach langem Kampf und schlußendlichem Sieg dann die maßlose Enttäuschung: "Ihre Kurzschwerter sind schartig und wertlos." Aber das stört ja keinen Abenteurer: Die coolen magischen Waffen lagen schließlich sowieso meistens in irgendwelchen Truhen und wurden nicht etwa von den Gegnern benutzt.

Auch die Computerspielewelt entdeckte bald das Rollenspiel für sich. Das ist kein Wunder, schließlich waren die Nerds, die D&D spielten und die, die einen C64 hatten, im wesentlichen dieselben, ich zum Beispiel. :-) The Bard's Tale hat es vorgemacht, aber wirklich beeindruckt haben damals zwei andere Spiele: Ultima IV und Wasteland, zwei Klassiker, deren Namen heute noch von uns Älteren mit Ehrfurcht ausgesprochen werden, auch wenn Graphik in dieser Qualität höchstens noch in Geldautomaten Verwendung findet. Eine so dichte Athmosphäre zu erzeugen ist später nur wenigen Spielen gelungen: Es mag etwas Verklärung dabei sein, aber ich erinnere mich noch jetzt, wie begeistert ich war, als ich bei Ultima IV das in einem kleinen Tal versteckte Städtchen Cove fand, das man nur mit einem Schiff über einen Fluß erreichen konnte, und in dem es einen Tempel der 8 Virtues gab, in dem mir eine Priesterin bei getragener Musik irgendwelche weisen Dinge über meine hehre Mission, als "Avatar" zum ethischen Vorbild einer ganzen Welt zu werden, erklärte. Wer sich für Ultima interessiert, kann hier einiges darüber finden:

Ultima-Archiv

Der ethische Aspekt ging "Wasteland" zugegebenermaßen vollkommen ab, aber die postnukleare Welt mit ihren Mutanten und skurillen Überlebenden war nicht weniger spannend. Auch dieses Spiel war sehr nichtlinear angelegt und bot irrsinnig viel zu entdecken, und nachdem ich bei den Cyborg-Polizisten von Needles erstmal die Tür zur Waffenkammer gesprengt hatte und eine Uzi erbeuten konnte, klappte es auch mit den Nachbarn. Diese Cops hatten schließlich auch die "Neighborhood Watch Tips" verteilt, für eine sichere postapokalyptische Nachbarschaft: "1. Buy an AK-97 Assault Rifle. 2. If there ist someone hanging around your house you don't know, shoot him!"

... und heute

Um bei den Computerspielen zu bleiben: Es ist gelungen. Die Klassiker von damals haben Nachfolger gefunden, die ihnen würdig sind. Auch hier möchte ich mich auf zwei Namen beschränken: Fallout und Baldur's Gate. Beide bestechen ebenfalls durch dichte Athmosphäre, eine große, nichtlineare Spielwelt und viele Wege, die man einschlagen kann. Insbesondere Baldur's Gate II ist für mich der Meilenstein in diesem Genre - und in der Tat habe ich in einem Interview mit den Programmieren gelesen, daß sie das Lob, ihr Spiel reiche an Ultima 4 und Wasteland heran, sehr stolz gemacht hat. Es ist schon witzig, daß sich ein Spiel mit 2GB auf 6 CD-ROMS, das auf einem Pentium 2 leidlich ruckelig läuft, tatsächlich mit etwas messen muß, das auf 4 Commodore-64 Disketten gepaßt hat.

Darüber will ich mich aber gar nicht weiter auslassen. Nach wie vor interessanter finde ich das Spielen mit echten Menschen statt dem PC. Das findet entweder live statt - in erster Linie bei Larhgo, oder nach wie vor mit Freunden am Tisch. Die Kampagne, die ich hier in letzter Zeit bevorzugt spiele (und vor allem leite), ist meine Davenport-Kampagne, zu der ich ein wenig Material gesammelt habe.

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Letzte Änderung am 24.März 2002 von Christian Schotmann
Vielen Dank für die Planeten-Graphiken an Moyra's Web Jewels