Die Stadt Davenport 

 

Davenport ist eine gigantische Metropole im Norden des Kaiserreiches. Bereits seit vielen hundert Jahren ist die Stadt ein Umschlagplatz für den Handel zwischen den Völkern des Nordens, namentlich Trølleborg, Sønderhavn und Malmø, und dem gewaltigen Kaiserreich. Insbesondere seit dem Ende des letzten Krieges zwischen dem Kaiser und den vereinigten Jarlen 1320, ein Datum, das nunmehr über 100 Jahre zurückliegt, ist der Reichtum der Stadt ins Unermeßliche angewachsen.

Wirtschaft und Technologie

Jetzt, im Jahre 1430, ist Davenport ein Moloch von über einer halben Million Einwohner. Die Stadt bricht in jeder Hinsicht Rekorde im Reich: Es ist nicht nur die größte und mächtigste freie Stadt, sie steht auch ganz vorn bei der technischen Entwicklung. Erfindungen, die andernorts noch ungläubig bestaunt werden, sind den Davenportern bereits alltäglich geworden: Die Druckpressen produzieren eine täglich erscheinende Zeitung. Die Bank von Davenport hat mit den führenden Gilden zusammen ein Wirtschafts- und Beteiligungssystem entwickelt, das seiner Zeit weit voraus ist. Die gewaltigen Stadtmauern und Hafenbefestigungen sind mit den modernsten Kanonen ausgestattet und auch futuristisch anmutende Technologien wie das Luftschiff werden in der Stadt erforscht.
Davenport besitzt eine strenge Gildenstruktur, die es jemandem ohne Bürgerbrief und Gildenmitgliedschaft nahezu unmöglich macht, in der Stadt einer qualifizierten Tätigkeit nachzugehen. Dies betrifft nicht nur Handwerker und Händler, sondern auch und gerade Söldner, Zauberer und andere Abenteurer. Ohne Mitgliedschaft in einer Kriegergilde ist es nicht erlaubt, eine Waffe zu führen - wenn man denn überhaupt das Geld aufbringt, um in die Stadt eingelassen zu werden. Gerade für Neuankömmlinge sind die Aufnahmekosten sehr hoch, was zu der dauerhaften Existenz eines großen, unübersichtlichen Elendsviertels vor den Stadtmauern geführt hat, in dem weitgehende Anarchie und das Recht der Gewalt herrscht.

Religion und Magie

Auch in einer anderen Hinsicht ist Davenport bemerkenswert. Der allmächtige Einfluß der Sonnenkirche, der aus dem Rest des Reiches bekannt ist, kratzt in Davenport nur an der Oberfläche. Zwar ist die Magiergilde zu Davenport zahlenmäßig deutlich kleiner als noch vor 20 Jahren, weil es unter den Reichen und Schönen nicht mehr en vogue ist, Magie zu studieren. Aber auch der Erzbischof und seine Inquisitoren konnten nicht verhindern, daß sich Anhänger sämtlicher Religionen und magischen Ausrichtungen in Davenport ihre Strukturen geschaffen haben. So gibt es einen großen Hexenzirkel, einen uralten Druidenhain, der in früheren Jahrhunderten außerhalb der Stadt lag und inzwischen von ihr umschlossen wurde, sowie eine Unzahl von Tempeln, Sekten und Bruderschaften. Mehrere hochrangige Magier sind im Rat der Stadt vertreten und sitzen so mit dem höchsten Kirchenvertreter an einem Tisch beisammen, ein Zustand, der in irgendeiner anderen Stadt des Reiches undenkbar wäre.

Die Regierung

Davenport wird formal von einem Grafengeschlecht regiert, das bereits seit mehreren hundert Jahren ein direktes Lehnsprivileg des Kaisers besitzt und die Stadt nach außen hin repräsentiert. Das Gremium hingegen, das innerhalb der Stadt die Macht ausübt, ist der Hohe Rat. Diese Institution besteht seit dem Jahr 1309 und setzt sich zusammen aus den Führern der mächtigsten Gilden, Kirchen und militärischen Organisationen. Der Graf führt den Vorsitz des vierzehnköpfigen Regierungsgremiums, dessen Mitglieder so schillernde Persönlichkeiten sind wie die jahrhundertealte Chefin der Magiergilde, Jaana, der alte Kriegsveteran Reichsritter von Herrenberg, der die Interessen des Kaisers vertritt, oder der bärbeißige Zwerg Tessel Eisenkragen, der als Direktor der Bank von Davenport eins der mächtigsten Finanzimperien des Reiches geschaffen hat. Der Rat wird nicht regelmäßig gewählt. Er wird überhaupt nicht gewählt. Nur, wenn die Ratsmitglieder einen der ihren verstoßen, wird seine Stelle neu besetzt, und dies passiert nur in sehr seltenen Situationen und nach Kriterien, über die nur wenig bekannt ist.

Das Militär

In der Stadt Davenport gibt es drei militärische Organisationen, die nebeneinander existieren und alle im Rat vertreten sind. Die Reichsgarde ist die Elitetruppe des Kaisers, eine zahlenmäßig kleine Truppe von schwer bewaffneten und gepanzerten Reichsrittern. Diese Garde ist die absolute Elite des Reiches. Mindestens 15 Jahre Dienst in einem regulären Regiment des Reiches und ein hochdekorierter Offiziersrang sind als Voraussetzung nötig, um Mitglied der Reichsgarde zu werden.

Die älteste Kriegergilde der Stadt ist die Gilde der Schwertmeister. Die Mitglieder dieser Gilde haben jahrzehntelang die Stadt verteidigt und stellten traditionell immer die Stadtwachen - bis vor fast 25 Jahren eine neue Organisation die zunehmende Selbstzufriedenheit und Schwäche der Schwertmeister nutzte und sie von dem ersten Platz der Davenporter Söldnergilden verdrängte: Die Gilde der Jadesöldner. Diese Gilde, von einem Großmeister geführt, ist heute die mit Abstand führende Organisation für Leute, die in Davenport mit der Waffe in der Hand Karriere machen wollen - sie hat seit Jahren den lukrativen Stadtwachenauftrag von der Stadt in ihrer Hand, und auch die Mehrzahl der reicheren Bürger der Stadt läßt ihre Kontore, Lagerhäuser oder Domizile von Jadesöldnern bewachen.

 

Die Davenport-Kampagne Der Hohe Rat Die Gilde der Jadesöldner

 

 

Diese Seite wurde erstellt mit Notepad (TM) - Letzte Änderung am 22. Mai 2001 von Christian Schotmann
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