Die Jadesöldner 

 

Ich fühl' mich schön mit Jade.
   - Sergeant Charak

 

Geschichte

Die Gilde der Jadesöldner wurde im Jahre 1403 von enttäuschten Schwertmeistern, zugereisten Söldnern und einigen reichen Bürgern gegründet, die mit der zunehmenden Selbstgefälligkeit und wachsenden Unzuverlässigkeit der jahrhundertealten Schwertmeistergilde zu Davenport unzufrieden waren. Obgleich der ursprüngliche Gedanke bei einigen dieser Gründer - und mit Sicherheit bei der damaligen Gräfin, die diese Gründung offen billigte - vielleicht nur war, daß die neue Konkurrenz den Schwertmeistern helfen würde, wieder zu ihrer alten Form zurückzufinden, begann damit ein Siegeszug, wie er seinesgleichen suchte. Bereits 1410 war die gerade einmal 7 Jahre alte Gilde schon als so zuverlässig und erfolgreich bekannt, daß sich im Rat eine Mehrheit dafür fand, die Stadtwachenlizenz, die bis dahin - seit der Privatisierung der Stadtwache 1344 - bei den Schwertmeistern lag, auf die neue Gilde zu übertragen. Von diesem Schlag hat sich die Gilde der Schwertmeister bis heute nicht erholt, und es ist ihr erklärtes Ziel, den Jadesöldnern diese Lizenz, die mit nahezu unfaßbaren Zahlungen aus der Stadtkasse verbunden ist, wieder abzujagen.

Mitgliedschaft und Wehrdienst

Um für diese Stadtwachenaufgaben und die gelegentlich notwendigen militärischen Einsätze immer ausreichend Soldaten zur Verfügung zu haben, hat die Gilde in Übereinstimmung mit den strengen Zuwanderungs- und Waffengesetzen der Stadt die Regelung geschaffen, daß jedes neue Gildenmitglied zuerst ein Jahr Wehrdienst in der Gilde ableisten muß, um anschließend als Vollmitglied aufgenommen zu werden. Bei besonders guten Leistungen kann diese Aufnahme - die mit der Beförderung zum Gefreiten einhergeht - auch vorher erfolgen, das Jahr ist jedoch in jedem Falle abzuleisten.
Da Waffenlizenzen in Davenport de facto nur für sehr reiche Bürger oder eben Mitglieder der Söldnergilden erhältlich sind, ist die Mitgliedschaft in einer solchen also Voraussetzung für jeden, der sich als Söldner, Leibwache oder irgendetwas in der Art verdingen will, oder auch nur zu seiner eigenen Sicherheit glaubt, Schwert und Rüstung tragen zu müssen. Es mangelt den Jadesöldnern daher nie an neuen Rekruten.
Ist das Jahr abgeleistet, so steht es dem Soldaten frei zu entscheiden, sich weiterhin für von der Gilde bezahlen zu lassen und im aktiven Dienst zu verbleiben. Aus diesen Berufssoldaten rekrutieren sich die Offiziere der Jadesöldner. Viele quittieren jedoch nach dem Pflichtjahr den Dienst als Stadtwache und bieten ihre Dienste dann auf dem freien Markt an, wo diese reichlich nachgefragt werden - Davenport kann eine sehr brutale Stadt sein, und nahezu jede reiche Familie schützt ihren Besitz mit ein paar Jadesöldnern.

Dienstgrade und Uniform

Die Hierarchie der Jadesöldner ist sehr flach. Für Stadtwachendienste ist dies auch vollkommen ausreichend, in Kriegszeiten jedoch hat sich der Mangel an Führungsstruktur gelegentlich als nachteilig erwiesen. Die Ränge lassen sich an Jadesteinen ablesen, die deutlich sichtbar auf beiden Schultern der Rüstung getragen werden. Hierbei steht ein Stein für den Gefreiten, 2 für den Sergeant, 3 für Leutnant, 4 für Hauptmann, 5 für einen Obristen und 6 sind dem Großmeister der Gilde vorbehalten.
Während bei den freien Mitgliedern der Gilde dieser Stein das einzige ist, was sie als Jadesöldner ausweist, tragen die Stadtwachen von Davenport noch einen charakteristischen Wappenrock über ihrer Rüstung, der auf gelber Farbe das Stadtwappen zeigt, eine stilisierte Hand, die einer anderen Hand einen Geldbeutel reicht, zusammen mit der Inschrift "Manus Manum Lavat". Da die Gilde mehr ein Haufen von Individualisten als eine uniformierte Einheit ist, sind die Wahl der Rüstung und Waffen jedem einzelnen Soldaten selbst überlassen.
Jadesöldner, die in Diensten anderer Herren stehen, tragen oft auch deren Wappenröcke. Insbesondere sind hier die schwarzen, mit einem Pentagramm geschmückten Röcke der Wächter der magischen Akademie bekannt und die grünen des Druidenhains. Einige ausgewählte Jadesöldner durften auch schon die roten Wappenröcke des Kaisers tragen, wenn sie sich gerade in Diensten des Reiches oder eines seiner Reichsritter befanden.

Die Hall of Fame

Obwohl der Stadtwachendienst in Davenport meistens nicht allzu gefährlich ist, gibt es doch immer wieder schmerzliche Verluste für die Gilde. Insbesondere der letzte Krieg gegen Wolkenstein hat große Lücken in die Reihen der Tapferen gerissen, auch wenn die Jadesöldner auf dem Schlachtfeld triumphiert haben. Um all diesen Leuten zu gedenken, bitte ich jetzt um einen Moment der Andacht. Denkt an vergangene Heldentaten, singt mit getragener Stimme das alte Lied "Ich hatt' einen Kameraden, einen bessern find'st du nicht" und seht diese Marmortafel an, die in der Eingangshalle der Gildenfestung der Jadesöldner liegt.
Die Hall Of Fame

 

Die Davenport-Kampagne Der Hohe Rat Die Stadt Davenport

 

 

Diese Seite wurde erstellt mit Notepad (TM) - Letzte Änderung am 22. Mai 2001 von Christian Schotmann
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